Grundschullehrer Maarten. Cafeteria-Besitzer Mustafa. Sie fanden ihre neue Laufbahn als Quereinsteiger bei Larsen & Buhl. Sie fertigen Komponenten für medizinische Geräte, Raketen und Schiffe.

Sie sind hochmotiviert und bereit, viel zu lernen: Quereinsteiger. Bei Larsen & Buhl in Zeewolde arbeiten verschiedene Quereinsteiger, und man weiß dort, dass sie Gold wert sind.

„Kennen Sie die psychologische Theorie des Growth Mindset? Wenn jemand dieses Mindset hat, gilt die 10.000-Stunden-Regel: Man kann in etwas gut werden, wenn man genug Zeit investiert.“ Bei der Anwerbung achtet sie daher sehr spezifisch auf die Beweggründe einer Person. „Mehr als Diplome sagen Beweggründe etwas über die Leidenschaft aus, mit der jemand an die Arbeit geht.“ Gerade Quereinsteiger sind sehr motiviert zu lernen, so ihre Beobachtung: „Sie haben bereits entdeckt, was nicht zu ihnen passt. Jetzt wissen sie: Das passt zu mir!“

Maarten entdeckte seine Liebe zur Technik: „Ich war immer mit meinen Händen beschäftigt: basteln, selbst Dinge herausfinden.“ Nach einer Zeit bei einem Möbelhersteller arbeitete er im Betrieb seiner Frau mit. Das gefiel ihm gut. „Innerhalb eines Jahres habe ich mein MBO-3-Diplom Zerspanungstechnik mit der Spezialisierung Drehen gemacht. Einen Tag in der Woche zur Schule und drei Tage arbeiten und lernen am Arbeitsplatz.“ Maarten hat keinen Moment seine Entscheidung bereut, vom Klassenzimmer zum CNC-Bediener zu wechseln: „Ich finde die Arbeit unheimlich toll. Auch die Abwechslung. An einem Tag fertige ich Teile für Geräte für Gehirnscans, am anderen Tag für Chipmaschinen von ASML.“ Präzisionsarbeit und kreative Arbeit, erzählt er begeistert.

Auch Mustafa, Facility Manager bei Larsen & Buhl, vollzog einen radikalen Wechsel. Jahrelang führte er erfolgreiche Cafeterien, bis er vor etwa 10 Jahren alleinerziehender Vater wurde. „In der Gastronomie arbeitet man abends und an den Wochenenden. Das passte nicht zu den Schulzeiten meines Sohnes und meiner Tochter.“ Auf der Suche nach einem Job, den er mit seiner Vaterrolle vereinbaren konnte, kam er über ein Projekt zu Larsen & Buhl. „Als ich anfing, wusste ich nichts über Metallbearbeitung. Ich kannte kaum den Unterschied zwischen Edelstahl und Aluminium.“

Aber Mustafa erwies sich als das Paradebeispiel eines Quereinsteigers mit Growth Mindset. „Ich habe alle möglichen Kurse belegt, wie technisches Zeichnen und Schweißen.“ Zuerst arbeitete er beim Elektropolieren. „Als ich das einigermaßen im Griff hatte, habe ich einen Elektropolierraum eingerichtet und aufgebaut.“ Seine nächste Herausforderung: Drahterodieren. „Ich möchte immer neue Dinge lernen, und das ist hier möglich. Es ist ein unheimlich tolles Unternehmen: Wenn man motiviert ist, bekommt man sehr viele Chancen.“ Das zeigt sich. Seit Kurzem ist Mustafa Facility Manager.